Ein „Bit“ fitter


Als ich 2016 auf den Jakobsweg gestartet bin, war ich nicht besonders fit. Nicht nur beim Wandern, sondern generell. Zehn Kilometer und mehr joggen wie einst, ging praktisch gar nicht mehr. Oft sah ich morgens mit meinen Augenrändern nicht nur fast aus wie mein Großvater, sondern habe mich auch so alt gefühlt.

Inzwischen weiß ich, dass eine der Hauptursachen geradezu lächerlich war. Ich hatte mir eine falsche Atmung unter Belastung angewöhnt und dadurch sank meine Sauerstoffsättigung bei Anstrengung rapide ab. Traurig, dass kein Arzt auf diese einfach herauszufindende Ursache kam. Es brauchte dazu eine Physiotherapeutin, frisch aus der Ausbildung. Und ein kleines Gerätchen namens Oximeter, das die Sauerstoffsättigung im Blut misst. Bekommt man übrigens auch für relativ wenig Geld bei Amazon.

Doch darüber soll es in dem Artikel nicht gehen, sondern ich will dir kurz die Fitbit vorstellen. Für mich eines der wenigen elektronischen Gadgets, die jeden Cent Wert sind.

Zum ersten Mal traf ich jemand mit einer Fitbit auf dem Jakobsweg. Die Trägerin des Fitnessarmbandes konnte immer sagen, welche Strecke wir bereits zurückgelegt hatten. Mir scheint es zwar so, als würde die Fitbit dabei immer etwas optimistisch sein. Aus der Körpergröße berechnet sie die Schrittlänge und aus der Anzahl der Schritte die zurückgelegte Strecke. Da sind Ungenauigkeiten natürlich vorprorgrammiert. Nicht alle Menschen haben schließlich im Verhältnis gleich lange Beine.

Durch den Jakobsweg war ich deutlich fitter geworden und habe mir kurz danach eine Fitbit Charge 2 zugelegt. Sie schlägt vor, sich ein tägliches Schrittziel von 10000 Schritten vorzunehmen. Seither versuche ich, wann immer möglich dieses Ziel zu erreichen. Die aktuelle Schrittzahl jederzeit griffbereit vor mir zu haben, motiviert mich und dabei ich versuche so häufiger, Fusswege in meinen Tag einzubauen und einen Bogen um den Lift zu machen.

Die Fitbit erkennt aber auch, wenn ich zum Beispiel mit der Fahrrad ins Geschäft fahre und lobt das.

Eine weitere, coole, Funktion ist der Wecker. Zur programmierten Uhrzeit vibriert die Uhr am Handgelenk leicht und weckt mich sanft aus dem Schlaf. Sehr praktisch, da ich häufig mit Ohrstöpsel schlafe und immer etwas Bedenken habe, dass ich damit den normalen Wecker nicht höre.

Seit einigen Updates misst die Fitbit auch den Schlaf. Auch das hat mir viel gebracht. Ich habe gemerkt, dass ich oft nur zwischen 5-6 Stunden geschlafen habe. Inzwischen versuche ich, unter der Woche immer so auf 7 Stunden zu kommen und am Wochenende möglichst mehr. Seither fühle ich mich ausgeruhter und leistungsfähiger.

Wie funktioniert die Fitbit?

Die Fitbit nimmt über Sensoren verschiedene Daten auf und kann diese via Bluetooth an eine App auf einem Smartphone senden. Die Daten landen von dort in einem Online-Konto, ohne das die Fitbit nicht funktioniert. Ich hoffe, der Hersteller geht verantwortungsvoll mit den Daten um. Es gibt auch eine Waage, die die ihre Daten ebenso in das Konto funken kann. Ich habe mir diese auch zugelegt. Jedoch scheint Sie mir bei der Messung des Fettgehaltes recht ungenau.

Screenshot fitbit App

Die Messung der Schrittzahl scheint mir recht gut zu funktionieren. Nur beim Motorradfahren zählt sie scheinbar jedes Einfedern als Schritt mit. Dabei ist es egal, ob ich sie am Handgelenk trage, oder sie im Tankrucksack liegt.

An der Fitbit selber kann man kaum was einstellen. Den Wecker programmiert man über die App, was bei mir unter Android oft nur schlecht funktioniert hat. Unter iOS geht es deutlich besser, aber trotzdem hatte ich schon den Effekt, dass der Wecker nicht überschrieben wurde und ich so zu früh (doof) oder zu spät aufwachte (oft noch doofer).

Anscheinend soll die Fitbit in Kombination mit dem Smartphone auch die Strecke aufzeichnen sollen. Das habe ich aber noch nie probiert, da dabei eine dauerhafte Verbindung mit dem Smartphone nötig ist. In dem Modus ist sowohl der Akku des Smartphones, als auch der der Uhr Ruckzuck leer.

Ansonsten komme ich bei der Uhr mit einer Akkuladung fast eine Woche über die Runden. Innerhalb von einer Stunde ist sie dann auch wieder aufgeladen. Absolut OK für mich. Die Fitbit zeigt auch die Uhrzeit an, allerdings ist das Display normalerweise ausgeschaltet. Bei einer schnellen Handgelenkbewegung schaltet es sich für einige Sekunden ein. Oft klappt das allerdings nicht und man muss zum Ablesen den Knopf drücken.

Man kann über die App und Drittanbieter-Apps auch seine Kalorien tracken. Das habe ich immer mal wieder probiert, aber es schließlich wieder gelassen, da es mir zu aufwendig ist.

Das Standard-Kunststoffband sieht relativ schnell etwas schmuddelig aus. Man kann jedoch diverse andere Bänder nachbestellen.

Die fitbit charge 2
Hier erkennt man die Sensoren und auch, dass das Armband schnell recht schmuddelig wird

Ich muss wohl mal böse irgendwo angestoßen sein, denn mein Display hat zwei Ansätze eines Sprunges. Jedoch wird es nicht schlimmer. Ich habe mal versucht eine Displayschutzfolie darauf zu kleben, das ist mir jedoch nicht gelungen. Möglicherweise lag es aber auch daran, dass ich es vor dem Sprung hätte machen sollen.

Fazit Fitbit Charge 2

Trotz einiger Einschränkungen ist für mich die Fitbit eine tolle Anschaffung gewesen. Sie visualisiert meine Bewegungen, erinnert mich daran und hat mir geholfen, mich mehr zu bewegen. Inzwischen bin ich dadurch wieder deutlich fitter geworden.



 

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