Zu wenig Luftfeuchtigkeit

Was tun gegen zu geringe Luftfeuchtigkeit?

Zu geringe Luftfeuchtigkeit? Ich „durfte“ die ganzen Auswirkungen am eigenen Leib erleben:  Vor zwei Jahren ging es im Spätherbst los. Jeden Morgen hatte ich rote, brennende Augen. Mein Hausarzt verschrieb mir antiallergische Augentropfen, damit ging es ganz gut.

Seltsamerweise war es dann im Sommer wieder gut und fing im Winter wieder an. Dazu hatte ich wieder einmal einen langwierigen Effekt, der gar nicht mehr abklingen wollte. Speziell der hartnäckige Husten hatte mich fest im Griff, nur an einigen wenigen Tagen war dieser komischerweise wie weggeblasen

Irgendwann war der Infekt dann überstanden. Einmal hatte ich das Gefühl wieder krank zu werden und war verärgert, dass ich betrieblich draussen bei einem Event trotz regnerischem Wetter helfen musste. Seltsamerweise ging es mir hinterher viel besser.

Dass alles zusammenhängt, hatte ich lange nicht realisiert. Darauf gebracht hat mich schliesslich mein Cousin: Ursache – trockene Raumluft.

Natürlich hatte ich schon davon gehört. Dass die Auswirkungen derart stark sind, konnte ich mir nicht vorstellen. An den Tagen, an denen es mir besser ging, hatte ich Wäsche in der Wohnung aufgehängt und damit für eine hohe Luftfeuchtigkeit gesorgt.

Du hast wahrscheinlich schon gehört:

  • Zu trockene Luft schadet den Augen
  • Zu trockene Luft macht krank, da die grössere Verdunstung durch trockene Luft die in den Räumen kursierende Tröpchenkeime flugfähiger macht.  Die Schleimhäute in den oberen Atemwegen trocknen aus und dadurch sinkt die Reinigungsfunktion der Flimmerhäarchen

Trotzdem sollte man es mit der Luftfeuchtigkeit nicht übertreiben. Es kann sonst zu Schimmel kommen. Und der ist ja bekanntlich auch gesundheitsgefährlich.

Geräte zur Luftbefeuchtung mag ich eigentlich auch nicht, denn diese müssen regelmässig gereinigt werden. Sonst können durch sie auch wieder Bakterien verteilt werden.

Wie überprüfe ich die Luftfeuchtigkeit?

Die Luftfeuchtigkeit kannst Du messen. Hierzu brauchst Du ein sogenanntes Hygrometer.

Grundsätzlich lohnt sich nach meiner Erfahrung die Anschaffung eines Hygrometers. Sie sind schon für relativ wenig Geld zu haben.

Ich habe mir gleich eine Wetterstation mit Aussensensor zugelegt, die neben der Luftfeuchtigkeit auch diverse andere Werte misst.


Was ist die ideale Luftfeuchtigkeit für Wohnräume?

Die meisten Quellen empfehlen eine Luftfeuchtigkeit von 40%-60% im Wohnraum. Während meiner „Hustenzeit“ hat sich nach meiner Erfahrung der Hustenreiz erst bei 55% verbessert. Das kann aber sicher individuell unterschiedlich sein.

Was kannst Du tun bei zu geringer Luftfeuchtigkeit?

Grundsätzlich sollte man bei allen Massnahmen mit dem Hygrometer den Erfolg überprüfen und darauf achten dass es nicht zu feucht wird.

  • Zimmerpflanzen, wie z.B. die Grünlilie, können die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Diese sollten natürlich genügend Wasser bekommen. Man kann diese auch mit einer Sprühflasche mit einem Wassernebel einnebeln, und so für zusätzliche Wasserabgabe sorgen.
  • Das Bad nicht nur über das Fenster, sondern auch über die Türe in die Wohnung lüften. Hierbei aber trotzdem nicht übertreiben, damit es nicht zur Schimmelbildung kommt.
  • Regelmässiges Lüften ist ebenso wichtig. Im Winter wird dadurch allerdings die Luftfeuchtigkeit eher noch geringer. Trotzdem ist für ein gutes Raumklima und für die Vermeidung von Schimmelbildung Lüften auch im Winter wichtig. Die o. g. Netatmo Wettersation zeigt auch recht eindrucksvoll den steigenden CO2-Gehalt an.
  • Schüssel mit Wasser auf die Heizung stellen. Die Schüssel muss aber regelmässig gereinigt werden, damit es nicht zur Bakterienbildung kommt.
  • Feuchtes Handtuch über die Heizung legen. Achte dabei aber auf die Sicherheitsbestimmungen der Heizung und dass Du z.B. nicht Dein schönes Parkett durch das tropfende Handtuch ruinierst.
  • Spezielle Luftbefeuchter. Auch diese bergen aber die Gefahr, dass sie bei nicht ausreichender Reinigung zur Bakterienschleuder werden. Ich selber verwende keinen.

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