Welche Objektive für Landschaftsfotografie? Vergiss Weitwinkel!

Gut, der Titel ist etwas provokant, zumal ich mein Weitwinkelobjektiv von Samyang liebe und auch viele Bilder, die ich damit mache, immer wieder gerne anschaue. Trotzdem gibt es gute Gründe, zumindest nicht immer nur mit den weitwinkligen Landschaftsaufnahmen daher zu kommen. Um diese geht es in diesem Artikel.

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Sony SEL-50F18 Porträt-Objektiv (Festbrennweite, 50 mm, F1.8, APS-C, geeignet für A6000, A5100, A5000 und Nex Serien, E-Mount) schwarz
Brennweite: 55 mm, Blende F1,8 OSS; Anzahl der Blendenlamellen: 7, Portraitobjektiv. Sichtwinkel (APS-C): 32°
274,14 EUR

Fangen wir direkt mit einem Beispiel vom letzten Wochenende an. Wir gingen spazieren und meine Freundin meinte: „Ein Foto von den Bäumen mit den Misteln sähe sicher gut aus.“

Sie sieht meistens viel schneller schöne Motive. Aber ich konnte mir es nicht vorstellen. Und das erste Foto sah dann auch so aus:

landschaftsfotografie-01

Langweilig, oder? So meinte sie das aber nicht, sondern so:

Iandschaftsfotografie-02

Ganz anderer Bildeindruck, oder?

Warum wirkt das erste Bild langweilig? Gut, Bildeindrücke sind ein Stück weit immer auch Geschmacksache, aber beim ersten Bild weiss man nicht, was der Fotograf zeigen will. Den Schnee? Die Wiese? Gar das Hochhaus?

Beim zweiten ist das schon klarer. Die Bäume sind zwar hart abgeschnitten, aber stehen im Mittelpunkt vor dem schön gezeichneten Himmel.

Es gibt natürlich auch gute Gründe, manchmal weitwinklig zu fotografieren. Auf meinem Rheinsteigabenteuer habe ich zum Beispiel dieses Foto gemacht:

Schön, oder?

Aber dann habe ich auch noch diese hier gemacht:

Und noch viele weitere dieser Art. Allesamt gefallen mir diese Fotos zwar und ich verbinde tolle Erinnerungen damit. Für den (fremden) Betrachter wird das aber nach dem zweiten Bild oft schon langweilig.

Interessanter kann dann mal so ein Bild wirken, was übrigens auch auf dem Rheinsteig entstanden ist:

Der kleine Traktor, der hier schon fast gegen die Wolken ankämpft, hat was.

Oder das hier:

Laggo Maggiore. Wasser und Berge.

Bei der Anfahrt für eine Wanderung in 2019 sind wir ewig durch den Regen gefahren und dachten schon, dass wir sehr nass würden. Am Zielort hatte es dann aber aufgeklart und ich habe dieses Foto hier gemacht. Aber auch hier gibt das Bild nicht so richtig wieder, was ich in dem Moment gesehen habe. Die Sonne, die von rechts durchkommt und die Täler, von denen der Dunst aufsteigt.

Ich finde, so hart beschnitten wirkt es besser:

Und wie denkst du darüber? Nutzt du auch mal Zoom in der Landschaftsfotografie

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