Mein Minicamper Teil 2: Erste Testnacht mit Feldbett und Ölradiator als „Standheizung“

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. Schon wieder habe ich eine neue Idee für meinen Minicamper. Ich nehme einfach ein Feldbett, das sich gut zusammen legen lässt. So viele Bettkonstruktionen habe ich mir im Internet angeschaut und selber entworfen, dass mir der Kopf geraucht hat.

Statt einer Standheizung möchte ich mit einem 500 Watt Ölradiator heizen. Den habe ich schon. Ebenfalls habe ich einen Gaskocher. Der ebene Boden ist auch drin. Also los, alles mal ausprobieren. Wie es in dieser ersten Testnacht im eigenen Minicamper war, liest du hier in diesem Artikel.

Ab in den Schwarzwald

Bei strahlendem Sonnenschein komme ich auf dem Campingplatz im Schwarzwald an. Ein Campingplatz soll es schon sein, denn es wird kalt werden in der Nacht und ich will mit einem kleinen Ölradiator für Wärme sorgen. Und der braucht Strom. Ich wähle den besser abgesicherten (10A) Anschluss mit 3 kWh inklusive. Jede weitere kostet EUR 0.60.

Der Anschluss ist schnell gemacht. Vor Jahren hatte ich mir schon mal zum Zelten ein Kabel gekauft und jetzt noch eine Kabelrolle dazu besorgt.

Nach einem Mittagessen mache ich mich auf einen ausgedehnten Spaziergang auf und verbringe den Nachmittag in der warmen Sonne mit lesen und relaxen. Doch mit jedem Grad, dass die Sonne sich dem Horizont nähert, scheint es auch ein Grad kälter zu werden.

Im Minicamper

Teil 1 meines Minicamper-Berichtes findest du übrigens hier: Mein Minicamper Teil 1: Fahrzeugvorstellung und Grobplanung.

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Der Boden – Siebruckplatte

Ich verschwinde also im Minicamper. Eine Siebdruckplatte habe ich schon eingezogen. Doch die muss noch einmal überarbeitet werden. Die glatte Oberfläche gefällt mir schon jetzt nicht und alles rutscht darauf rum. Ich werde Sie noch mit PVC beziehen.

Der Stuhl

Ich sitze auf einem Helinox Camping-Stuhl. Den besitze ich schon länger. Ich finde den Stuhl klasse und auch sehr bequem. In diesem Artikel habe ich auch schon darüber berichtet: Helinox Campingstuhl – mein Testbericht. Die hintere Sitzbank des Tourneos habe ich komplett entfernt.

Helinox Chair One – Sehr bequem – zumindest für mich

Die Fenster – Erfahrungsbericht Solarplexius

Die hinteren Fenster habe ich mit dem System von Solarplexius abgedunkelt. Schliesslich soll nicht jeder das Chaos im hinteren Bereich sehen. Die Idee ist gut. Getönte Plexiglas-Scheiben werden bei Bedarf einfach vor die normalen Fenster zwischen die Dichtungen geschoben und bei Bedarf wieder rausgenommen. Ja, die Idee ist gut. Wenn die Scheiben passen würden. Passen nicht, zumindest nicht bei meinem Fahrzeug. Die Seitenscheiben sind zu gross, die hintere zu klein. Die Seitenscheiben sitzen so stramm, dass ich sie nur noch mit Gewalt heraus bekommen werde. Schon beim Einbau haben sie ein paar Kratzer abbekommen.

Bei der Heckscheibe habe ich mit Panzerband nachgeholfen.

Hat mich sehr geärgert. Aber eigentlich bin ich nicht gerade so ein grosser Fensterputzer und wenn man nicht ganz genau schaut, sieht es recht gut aus.

Die Aussicht von innen ist wie durch eine braune Sonnenbrille. Da der Tönungsgrad sehr hoch ist, wird es aber auch ziemlich schnell dunkel.

Das Bett und die Heizung

Nach dem Abendessen baue ich das Feldbett auf und werfe den kleinen Ölradiator an. Beim Ölradiator wird das Öl im innern elektrisch erhitzt. Ist die Temperatur erreicht, schaltet der Radiator ab und braucht kein Strom mehr. Klares Plus für den Ölradiator gegenüber einem Heizlüfter, der ständig läuft. 

ARAER Feldbett im Minicamper – sieht ein bisschen nach Krankentransport aus, aber sehr bequem

Allerdings: In der Nacht wurde es kalt von unten. Hier muss ich sicherlich noch eine ISO-Matte unterlegen. So habe ich mehrmals den Thermostat nach oben gestellt und im Endeffekt 4.2 kWh Strom verbraucht, der mich auf dem Platz ca. Euro 5.50 gekostet hat. Ist natürlich Geld, aber anderseits braucht man die Heizung nur im Winter und da kann man wahrscheinlich lange Strom zahlen, bis die Kosten für den Einbau einer Standheizung wieder drin sind.

Ölradiator 500 Watt im Minicamper als „Standheizung“

Die Heizung ist sicherlich keine Ideallösung.

Na an das Ideal kommt das Feldbett. Zusammen mit einem richtigen Kissen, der Auflage und einem Überzug richtig bequem. Wenn man sich umdreht spürt man an der Seite manchmal die Stange, aber ich habe sehr bequem gelegen und bin ohne Rückenschmerzen aufgestanden.

Auf dem richtigen Weg?

Ich glaube, „es kommt schon gut“, wie man hier in der Schweiz sagt. In einem so kleinen Camper muss man so oder so ständig hin und her räumen. Feldbett und Stühle fahren auf der linken Seite mit. Die beherbergt hoffentlich bald Spüle, Wasser und Miniküche. Rechts bleibt frei für Fahrrad, Schlauchboot und Transportkiste. Oder vielleicht doch nur Transportkiste?

Habe ich einen Stellplatz gefunden, kommt alles von der rechten Seite auf den Fahrersitz und je nach Verwendung wird hinten mit den Stühlen der Tagesmodus oder mit dem Feldbett in den Nachtmodus gewechselt.

Ich merke immer mehr, dass mir einfach noch in vielen Dingen der Bedarf vollkommen unklar ist. Daher ist es denke ich keine schlechte Idee, erst einmal einen Ausbau 1.0 zu planen, und damit ein zwei Jahre unterwegs zu sein.

Meine aktuelle Planung sieht dementsprechend gerade sehr simpel aus:

Meine aktuelle Planung für den Minicamper – sehr einfach

Wie geht es weiter?

Der Boden wird noch mit PVC bezogen und die Platte festgeschraubt.

Ich habe mir eine Set mit einer Spüle, Hahn und Kanister bestellt und werde dann als erstes einen Schrank für die Spüle bauen.

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