Motorradfahren? Die Freiheit auf zwei Räder? Oder warum ich immer seltener fahre…

Motorradfahren. Freiheit auf zwei Räder. Wirklich? Es gab Jahre, da war ich regelmäßig über 10’000 Kilometer mit dem Motorrad unterwegs. Aber irgendwie ist die Luft raus. Selbst wenn ich im Frühjahr die Motoren knattern höre, juckt es nicht mehr so wie früher und das Motorrad bleibt meist in der Garage.

Im Sommer ist es oft so heiß, dass es mir vorkommt, als würde ich unter der Schutzkleidung wie ein Stück Schokolade schmelzen.

Bin ich älter geworden? Ja, aber daran liegt es nicht (nur). Es ist mir einfach zu viel los. Auf den kleinen Strassen kommt man nicht vernünftig voran. Habe ich Zeit und muss abends nicht zu Hause sein, kommt durchaus noch Spaß auf. Aber auf grösseren Strassen an den Wochenenden den Sonntagsfahrern hinterherfahren? Neee. Klar kann man überholen. Aber es ist doch häufig soviel los, dass man den ganzen Tag nur am Überholen wäre. Das ist für mich keine Erholung mehr.

Und Motorradfahren nur um des Motorradfahrens  willen? Im Schwarzwald habe ich alle Strassen abgefahren. Ich habe mich vor einigen Jahren dem allgemeinen Trend unterworfen und ein recht leistungsstarkes Motorrad gekauft. Das braucht mehr Sprit als mein PKW. Da hab ich bei einer Tagestour schnell mal 40 Euro nur für Sprit durchgejagt. War ich womöglich noch Essen, dann sind mal 60 Euro durch.

Cool finde ich Leute, wie Simon und Panny von den Krad-Vagabunden oder Bea und Helmut von TimetoRide, die Jahre mit dem Motorrad um die Welt unterwegs wahren. Aber ich bin mir gar nicht so sicher, ob ich das mit dem Motorrad wollte. Immerhin steigere ich mich auch. Zum ersten Mal seit meiner Schulzeit, werde ich 2018 sechs Wochen Ferien haben. Davon bin ich aber nur 4 Tage mit dem Motorrad unterwegs, den Rest zu Fuß und mit Auto. Eine Weltreise? Vielleicht. Aber ich glaube die wäre mir im Minicamper fast lieber.

Die Weltenbummler sind übrigens meist nicht mit modernen, leistungstarken Maschinen unterwegs, sondern setzen eher auf ältere, noch relativ leicht reparierbare Modelle.

Ich will das Motorradfahren gar nicht verteufeln. Etwas Freiheit spüre ich nur noch, wenn ich das Zelt hinten drauf packe, ein paar Tage Zeit habe und bleibe wo es mir gefällt. Viel mehr aber, wenn ich den Rucksack packe und ein paar Tage wandere. Am Fuß eines Berges übernachten, morgens im Bach waschen.

Freiheit?
Freiheit!

Wie geht es dir damit? Machte es noch soviel Spaß wie früher? Schreib mir gerne in die Kommentare.

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