Packliste Wanderausrüstung / Trekking (Download)


Frägst du dich auch jedes Mal, was Du einpacken musst, wenn du zu Fuß mit Zelt und Rucksack unterwegs bist? Hier kommt meine ultimative Packliste fürs Wandern mit Erklärungen. Die Liste kannst du dir für deine Zwecke am Ende des Artikels als PDF downloaden.

Zum Teil habe ich sinnvolle Produkte verlinkt. Meist handelt es sich hierbei um Amazon Affiliate Links. Eine gute Quelle für häufig sehr gute Ausrüstung für den kleinen Geldbeutel sind aber oft die Discounter-Angebote im Frühjahr und die Militärshops. Viel Erfahrung habe ich auf meinen verschiedenen Trekkingtouren gesammelt, zum Beispiel in der Schweiz, oder auf dem Jakobsweg.

Die Liste soll leben! Schreib deine Empfehlungen und Erfahrungen in den Kommentarbereich.

Medikit

  • Zwei elastischen Binden
    Gut, um z. B. die Gelenke abzustützen
  • Hansaplast
  • Wundauflage
  • Pflaster
  • Dreieckstuch
  • Pflasenpflaster
  • Zeckenzange
    Die kleinen Biester machen leider vor Menschen nicht immer halt
  • Sicherheitsnadeln
    Nicht nur sinnvoll, um Binden zu fixieren. Mit ihnen kann man z. B. auch Kleidungsstücke zum Trocknen an den Rucksack hängen
  • Gummiringe
    Ein paar Gummiringe sind praktisch, um z. B. Beutel zu schliessen, Dinge irgendwo festzumachen
  • Alle nötigen Medis (Insbesondere Schmerzmittel, Durchfallmittel, Diclofenac-Salbe)
  • Scholl Hirschtalgsalbe Extreme – gegen Blasen
    Die Salbe hält die Haut der Füsse geschmeidig.  Dadurch soll es weniger Blasen geben. Ich selbst hatte tatsächlich nie Probleme mit Blasen. Eventuell helfen dabei aber auch die Einlegesohlen – siehe unten.
  • Nähset
    Nützlich für kleinere Reparaturen. Beispielsweise ist mir mal ein Riemen am Rucksack gerissen. Nach meiner Erfahrung reicht hier aber auch ein ganz kleines.
  • Insektenspray
    Gerade beim draussen schlafen, können diverse Biester ganz lästig sein.
  • Etwas gegen Insektenbisse
    Haben die kleinen Biester zugeschlagen, ist z.B. etwas Fenistil ganz gut, um den Biss zu kühen.

Waschzeug

  • Deo
  • Evtl. Nagelknipser
  • Ohrstöpsel
    Wenn ich draussen schlafe, versuche ich i. d. R. darauf zu verzichten. Oft sind sie aber – zumindest für mich – unverzichtbar, z. B. wegen bis in die Morgenstunden feiernder Nachbarn
  • Duschgel/Waschmittel (evtl. biologisch abbaubar)
    Irgend jemand soll mal gesagt haben „Tenside sind Tenside“. Tatsächlich kann man recht gut mit Duschgel sowohl Klamotten auswaschen als auch mal den Abwasch machen. Viel Geschirr hat man ja in der Regel nicht dabei.
  • Zahnpasta
    Sehr klein und ergiebig ist z.B. Ajona
  • Zahnbürste
  • Zahnseide
  • Wattestäbchen Ohren
  • Clopapier
  • Schäufelchen
    Hat man keine Toilette parat, so sollte man seine Hinterlassenschaft doch bitte vergraben. Hier reicht meist eine kleine Gartenschaufel.
  • Handtuch
    Ich bin extrem zufrieden mit meinem Mikrofaserhandtuch von Cocoon. Geniales Packmass und trocknet extrem schnell.
  • Waschlappen
    Unverzichtbar gerade beim Wildcampen für die oftmals nur mögliche Katzenwäsche. Statt eines teuren Mikrofaserwaschlappen kann man aber auch ganz gut mit einem Mikrofasertuch von ordentlicher Grösse klar kommen.
  • Sonnencreme
    Ich ziehe hier ein Spray vor. Leider gibt es die meist nicht in kleinen Verpackungsgrössen.

Essen

  • Kleiner Kocher mit Topf, z.B. Esbit samt Brennstoff
  • Kleines Küchenhandtuch
    Ich habe hier als schon ein älteres Handtuch einfach in die Hälfte geschnitten
  • Schwammtuch
  • Camping-Besteck
    Hier kommt man vielleicht auch mit einem Camping-Taschenmesser aus. Ich mag aber gerne Messer und Gabel getrennt.
  • Wasseraufbereitung
    Das Wasser unterwegs ist oft von zweifelhafter Qualität. Ich habe oft sowohl die Trinkwassertabletten, als auch den Sawyer Wasserfilter mit dabei. Im Prinzip reicht der Wasserfilter. Bei ihm hat man auch den Vorteil, dass man keine 1/2 Stunde mit dem Trinken warten muss. Hat man einen schönen klaren Bergbach, so ist das Wasser nicht schon wieder warm, bevor man es trinken kann.
  • Eventuell Trinkschlauch
    Seit mir einmal eine Trinkblase geplatzt ist, bin ich kein Fan davon. Trotzdem nervt das ständige Rucksack absetzen zum Trinken. Hier hilft der Trinkschlauch für Standard-Flaschen.
  • Wasserflaschen, Standard-PET
    Es gibt zwar spezielle Trinkflaschen, aber warum nicht einfach PET-Flaschen verwenden? Die sind in der Regel sogar leichter. Falls Du Trinkwassertabletten verwendest, solltest du möglichst Einliter-Flaschen nehmen, denn eine Tablette ist für eine Flasche.
  • Vorrat für die ersten Tage
    Wenn du nicht gerade in die Wildnis ziehst, wirst du nur den Vorrat für max. 2-3 Tage dabei haben. Bewährt haben sich bei mir:
    Instant-Cafe Sticks
    Schwarzbrot / Pumpernickel
    – Tee
    – Marmelade, gg. in leichteres Gefäss packen
    – Salami
    Uncle Bens Express Reis
    – Tütensuppen aus Beuteln, dann kann man sich unterwegs noch eine Möhre oder was anderes rein kaufen
    – Nüsse, Studentenfutter

Klamotten für drei Tage

Länger als für drei Tage nimmt man normalerweise keine Klamotten mit, auch wenn die Tour länger geht. Du musst dann einfach deine Sachen auswachen.

Wirf beim Packen einen Blick auf die Wettervorhersage. Nachts kann es oft noch sehr kalt sein. Falls du nass wirst, solltest du irgendwie noch die Möglichkeit haben, dich alternativ warm zu halten, notfalls auch, indem du mehrere Sachen übereinander ziehst.

  • Schnelltrocknende Unterhosen
    Recht zufrieden bin ich da mit denen von odlo. Ich habe auch eine von Icebreaker, aber da finde ich die Passform nicht besonders gut.
  • Schnelltrocknende T-Shirts
    Nach meiner Erfahrung muss man hier nicht auf teure Marken gehen, sondern kann auch ganz gut mit den günstigen auskommen. Oftmals werden die auch bei Frühlingsanfang bei den Discountern angeboten.
  • Weste winddicht
    Statt dem teuren Produkt kann man hier oftmals auch bei den Discountern was passendes finden.
  • Pulli, Fleece
    Sehr zufrieden bin ich mit der MFH Unterziehjacke.
  • Warme, lange Unterhose, warmes, langes Untershirt
    Denk daran, dass du vieles auch kombinieren kannst (oder musst). Die warme Unterwäsche kannst du anziehen, wenn es nachts mal sehr kalt wird, aber auch, wenn dein Puli nass geworden ist. Oder du sparst dir damit eine zweite lange Hose ein. Schliesslich bist du auf einer Wanderung und nicht auf einer Modenschau. Auf den Jakobsweg habe ich jemand getroffen, der mit einem Handtuch um den Bauch und einem T-Shirt einkaufen gegangen ist, da seine Klamotten in der Waschmaschine waren. Wenn du nicht so krass bist, so kannst du sicher aber auch mal eine kurze Host anziehen mit der langen Unterhose drunter, wenn deine lange Hose nass ist. 
  • Trekkinghosen
    Nimm hier sinnvollerweise Hosen, bei denen du das Hosenbein abzippen kannst, die du also zu kurzen Hosen machen kannst. Meine McKinley muss ich nun nach über 10 Jahren mal ersetzen, da ein Reisverschluss defekt ist und die Klettverschlüsse nicht mehr heben. 
  • Regenjacke, z.B. Regenponcho, Regenhose
    Der Regenponcho hat den Vorteil, dass man ihn auch wie ein Tarp verwenden kann.
  • Wanderschuhe
    Absolute Empfehlung für den LOWA Renegade. Er hat jetzt zwar nach 10 Jahren an manchen Stellen ein paar Macken, aber ich werde mir wieder einen kaufen. Sehr, sehr viele waren auch auf dem Jakobsweg mit dem Schuh unterwegs.
  • Evtl. Regen-Gamaschen
    Regen-Gamaschen nehme ich nur mit, wenn ich grössere Strecken durch den Schnee muss. Ansonsten sollte es ausreichen, die Wanderschuhe ordentlich zu imprägnieren.
  • Einlegsohle
    Empfehlung von mir sind die FootActive Sensi. Ich laufe auf denen super und hatte bisher nie Blasen. Aber das ist natürlich individuell. In jedem Fall solltest du die „Schuhkonfiguration“ vorab durch kürzere Touren testen.
  • Ersatzschuhe leicht, z. B. Leguano oder Trekking-Sandalen
    Falls du auf dem Jakobsweg pilgerst und ab und zu eine Herberge besuchen willst, darfst du diese oft gar nicht mit den Wanderschuhen betreten.
  • Badehose
    (Fast) nichts ist geiler, als nach einer langen Wanderung in einen kühlen See zu springen.

Camping

  • Zelt
    Ich selbst habe mir hier das – leider sehr teure – 2-Personen Zelt von Zpacks gegönnt. 595 Gramm sind aber nicht so schnell  zu toppen. Allerdings braucht es zwingend Wanderstöcke für das Zeltgestänge. Im unteren Preissegment ist man aber schnell jenseits der Zwei-Kilo-Grenze.
  • Isomatte
    Nach einem Fiasko mit einer teuren, aber bequemen Luftmatratze, nutze ich jetzt die Therm-A-Rest Z-Lite.
  • Eventuell dünne Matte zum unterwegs drauf sitzen.
  • Schlafsack
    Mein McKinley X-Treme Light 1000 ist mir oft zu dünn. Statt eines dickeren, habe ich aber meist eher Inlay dabei. Für die (sehr) kalten Nächte den Cocoon Merinoschlafsack und für weniger kalte Nächte einen leichteren. Seit meiner Herbstwanderung weiss ich aber, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss ist und würde bei derartigen Touren doch eher den dicken Schlafsack mitnehmen. Denke bei der Vorbereitung daran, dass die Temperatur im durchschnitt pro 100 Meter um 0.6 Grad fällt.
  • Zusätzliche Heringe
    Gerne gehen unterwegs welche verloren. Ausserdem kann man mit ein paar Spanngurten und dem Regenponcho ein zusätzliches Dach aufspannen.
  • Spanngurt
  • Wanderstöcke
    Ich gehe nicht mehr ohne. Wenn andere über müde Knie jammern, bin ich noch gut unterwegs. Nach diversen Reinfällen, habe ich mir die Leki Carbon Titanium Wanderstock gegönnt. Siehe auch [Video] Worauf Du beim Kauf von Trekkingstöcken Wanderstockes achten solltest.
  • Radlerhandschuhe für die Stöcke
    Ob du es glaubst oder nicht. Ich bekomme keine Blasen an den Füssen, aber an den Händen, wenn ich länger mit Wanderstöcken laufe. Sie sind aber auch praktisch, um den heissen Topf zu halten.
  • Wäscheklammern
    Gerade wenn du unterwegs waschen musst, sehr wichtig.
  • Schnur
    Ein Stück Schnur, um z. B. den Einkauf an dem Rucksack festzumachen.
  • Rucksack
    Schwieriges Thema. Ich habe meinen vaude online gekauft und war nicht zufrieden. Die Riehmen zu dünn, schneiden ein, etc. Aber er war recht leicht. Nun war ich inzwischen bei einigen Fachgeschäften und dort hat man mir nur Modelle um die drei Kilo zeigen wollen. Also tendiere ich so langsam wieder zum Online-Kauf. Auch ZPack, mein Zelthersteller, hat ultraleichte, aber nicht sehr günstige Rucksäcke. Ein Bekannter vom Jakobsweg war sehr zufrieden mit einem Modell von denen. 
    Nach etwas Suchen findet man aber auch auf Amazon preiswertete Modell, wie z.B. diesen hier.  Bei Trekking Lite Store findet man ebenfalls einige Modelle, die allerdings zumindest zum aktuellen Zeitpunkt keine Bewertungen haben.

Elektrozeugs

Wer wie ich ohne elektronische Gadgets nicht auskommen will, der braucht auch Strom.

  • Solarakkupack
    Ich verwende das Sunbird Solar Helios Smart orange, dass es aber nicht bei Amazon gibt. Bei „normaler“ Sonneneinstrahlung auf den Rucksack gebunden lädt sich das Teil zu 3/4 auf und ich kann das Handy oder die Kamera nachladen.
  • USB-Netzteil und Ladekabel
    Wenn ich irgendwo einkehre, suche ich mir meinen Platz oft nach Steckdose aus, damit ich mal wieder alles voll laden kann.
  • Bluetooth-Tastatur
    Kombiniert mit dem Smartphone kann ich so (fast) das Laptop ersetzen. Ich verwende die von BATTOP, mit der ich aber nur bedingt zufrieden bin, da ich immer wieder Verbindungsunterbrüche habe. Ich denke aber, dass es eher am billigen Handy, als an der Tastatur liegt, da ich auch mit anderen Bluetooth Geräte Schwierigkeiten habe. 
  • Foto
    Hier reicht möglicherweise dein Smartphone. Wenn du ambitionierter Fotografieren willst, dann empfehle ich dir die Sony Alpha 6000 oder Nachfolger, oder kleiner, die Sony Sony DSC-RX100 V. Die Vorgänger-Modelle sind hier aber auch schon sehr gut und deutlich günstiger.
  • Evtl. Stativ
    Ich habe meist das Gorillapod dabei.
  • Evtl. Selfie-Stick
    Falls du ein Stativ dabei hast, kannst du dir auch mit Stativ und Zeitauslöser behelfen.
  • Backup-HDD
    Für den ambitionierten Fotograf stellt sich immer auch die Frage nach der Datensicherung. Ich habe bei grösseren Touren eine Toshiba Wireless SSD dabei, mit der ich aber nur bedingt zufrieden bin. Sie kommt nur mit manchen SSD-Karten klar. Vorteil ist aber, dass ich über sie die Bilder auch aufs Handy „beamen“ kann. Das geht zwar auch von der Kamera, aber auch hier zickt mein Handy.

Ansonsten

  • Wegbeschreibung
  • Karten
  • Buch/Notizblock
    Ich nutze auch das Handy als EBook-Reader
  • Sonnenbrille
    Hier reicht vielleicht auch ein Sonnen-Clip.

Wie packen?

Zelt, ISO-Matte und Flaschen bringst du am besten aussen auf dem Rucksack an.

Dann packst du die einzelnen Sachen sinnvoll und klein zusammen. Du kannst dir da mit Packbeuteln behelfen. Günstiger ist es mit Tüten, oder den Toppits Zippern. Denke aber daran, dass es z.B. feuchter Wäsche nicht gut bekommt, wenn man sie luftdicht einpackt.

Dann packst du die schweren Sachen möglichst in die Nähe des Rückens.

Auch schon angeschaut?

 


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Herzlichen Dank.


Ein Kommentar

  1. Hallo Lars,
    vielen Dank für die ausführliche und sehr durchdachte Packliste für die Wanderung, Übernachtung etc.
    Leider bin ich schon im fortgeschrittenen Alter und kann solch große Unternehmungen nicht mehr realisieren, werde aber einige Dinge für meinen Bedarf bei Gelegenheit herauspicken.
    Nochmals vielen Dank, vor allem aber auch viel Freude bei Deinen weiteren Wanderungen
    mit freundlichen Grüßen
    Ingo

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