Wie war Woche 6 in England mit dem Minicamper?

Tag 36 – Samstag, 07.09.2019 – Es geht nach Bathbath, dartmoor, dover - reisebericht england

Ich wache früh auf. Mal wieder wegen eines dringenden Bedürfnisses. Ich möchte aber nicht wirklich raus, denn ich habe es schön warm in meinem Schlafsack. Aber neben dem inneren Druck besteht hier aufgrund der wenigen WC das zusätzliche Risiko, dass alle besetzt sind. Also raus.

Natürlich bin ich dann so wach, dass ich nicht mehr einschlafe. Ich muss heute eh recht zeitig raus, denn ich verlasse den Campingplatz hier in Tenby ja wieder.

Es geht weiter nach Bath. Ich bin Peter Gabriel Fan, allerdings kein so fanatischer, dass ich sämtliche Daten auswendig kann und alle besungenen Orte bereise. Aber neulich habe ich mal nach dem Song „Solsbury Hill“ gegoogelt. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Solsbury Hill ungefähr auf meiner Route liegt und dort auch ein schönes Wandergebiet sein soll. Da mir mal wieder nach was anderem als Meer ist, passt das perfekt

Erst einmal lande per Navi in der Solsbury Lane. Einer kleinen Single-Track-Road mit fast ebenso kleinen Ausweichstellen. Und tatsächlich kommt mir ein Auto entgegen und ich muss mich wirklich fast komplett in die Hecke quetschen, bis der andere der Meinung ist vorbei zu können. Parkplatz ist leider Fehlanzeige. So fahre ich zurück in den Ort und halte bei einem Pub. Der Weg ist gut zu finden und der Aufstieg schnell gemacht.

Solsburry Lane
Solsburry Lane

Im Songtext heisst es ja zwar „Climbing up on Solsbury Hill“. „Hill“ kann man mit Berg oder Hügel übersetzen. „Climbing“ ist aber eher klettern oder besteigen. Ich komme aber nur kurz ausser Puste und das weniger wegen der Steigung, sondern da es inzwischen schwülwarm geworden ist. „Hill“ steht definitiv für Hügel.


Meine Empfehlungen für meine Leser:


Solsburry Lane Solsburry Lane

Oben angekommen hat man eine tolle Aussicht auf Bath, Bathhampton und Batheaston.

Solsburry Lane    20190907-153822-Solsburry-Hill-Blick-Bath

Der Solsbury Hill ist eine Hochebene. Ich laufe diese noch ab, sagen den Kühen „Hallo“ und nehme einen etwas anderen Weg zurück.

Im Pub, bei dem mein Auto steht, gönne ich mir noch ein Abendessen und fahre ins AirBnb  von Jolie. Jolie selbst ist allerdings nicht da, dafür Barbara, die bei Ihr nach dem Rechten sieht. Ich mache mich gleich noch am Abend an das Wasche der Wäsche, damit ich morgen „frei“ habe.

Tag 37 – Sonntag, 08.09.2019 – Besichtigung von Bath mit römischem Bad

Der Kopf ist dick, die Nase läuft und die Glieder tun weh, als ich zum ersten Mal aufwache. Irgendwie hat sich das schon beim Einschlafen angekündigt. Ich habe mir in der letzen Woche nun wohl och noch eine Erkältung zugelegt.

Nach dem Frühstück geht es besser und ich mache mich wie gestern noch geplant auf nach Bath. Ich nehme den Bus, da ich auf der Fahrt schon zweimal in Bath im Stau stand.

Die Fahrt führt auch über verstopfte Strassen. Ich habe im Doppeldecker-Bus aber einen schönen Platz ganz oben vorne und geniesse die Aussicht von so hoch oben.

Busfahrt nach Bath

In Bath angekommen entscheide ich mich spontan für eine Bootstour auf dem River Avon. Gestern hatte ich kurz überlegt, hier mein (Schlauch-)Kajak auszupacken. In Anbetracht meiner Erkältung halte ich die Variante im „Seniorenschiff“ aber jetzt für besser.

Die Bootsfahrt führt zunächst zurück nach Bathford und dann wieder an den Ausgangspunkt nach Bath. Das gemächliche Tempo finde ich sehr angenehm und entschleunigend.

Bath

Pulteney Bridge Bath
Pulteney Bridge Bath
Pulteney Bridge Bath - Rückseite
Pulteney Bridge Bath – Rückseite – Nicht ganz so chic!
Haus in Bath - England
Fast ganz Bath wurde aus den honiggelben Bath Stones gebaut. Nur wenige Häuser sind aus anderem Material gebaut.

Zurück an Land komme ich zu Fuss schnell ins Zentrum. Dort ist sehr viel los. Von Ferienende merke ich da nichts. Aber wahrscheinlich ist es während der Ferien einfach noch viel schlimmer.

Schlimmer ist auch wieder mein Kopf und ich kaufe mir ein Erkältungsmittel, was hier ja in jedem Laden erhältlich ist und etwas für ein Picknick. Das nehme ich in einem Park direkt am Fluss. Erst beim Herausgehen merke ich, dass es hier Eintritt gekostet hätte. Ich bin einfach durchgegangen. Da war mein Kopf wohl zu dick.

In der Zwischenzeit hat das Erkältungsmittel und / oder die Sonne auf der Haut aber gewirkt und ich fühle mich etwas besser. Alle Welt sagt bzw. schreibt, man müsste das römische Bad besuchen. So mache ich mich auch dorthin auf. Der Eintritt ist mit 20 Pfund nicht gerade ein Schnäppchen. Das ganze ist aber sehr interessant gemacht, man erhält auch einen Audio-Führer in seiner eigenen Sprache.

Römisches Bad in Bath
Römisches Bad in Bath

Römisches Bad in Bath Römisches Bad in Bath

Doch ich habe relativ schnell von dem ganzen römischen Zeugs genug. Das liegt aber wohl an mir. Mein fast schon traumatischer Lateinunterricht in meiner Schulzeit ist wohl noch nicht verarbeitet 😉

Verhältnismässig schnell bin ich wieder draussen. Im Zentrum sind trotz Sonntag alle Geschäfte geöffnet. Die Preise sind aber durchgängig recht hoch.

Ich gebe mir noch den Circus und mache mich auf ins AirBnb, wo ich mich dann doch erstmal noch aufs Ohr lege.

Bath England
The Circus – Bath

Bath England

Gesehen in Bath England
Gesehen in Bath: „Protestauto“ gegen die Tötung von Elefanten in China

Tag 38 – Montag, 09.09.2019 – Es geht in den Dartmoor National Park

Heute morgen geht es mir bedeutend besser als gestern. Das ist auch gut so, denn es geht wieder weiter. Nächstes Ziel ist ein AirBnb in der Nähe von Princetown. Es ist als „Bunkroom“ und ebenso als Campingplatz ausgewiesen. Den Begriff Bunkroom kannte ich so nicht. Es bedeutet wohl soviel wie „Schlafraum“. Ich bin gespannt.

Kurz nach meiner Abfahrt regnet es in Strömen. Das macht es sehr anstrengend zu fahren, zumal der Verkehr sehr dicht ist. Relativ bald lege ich daher eine lange Pause ein.

Endlich kann ich die Autobahn verlassen. Irgendwie kommt es mir hier bekannt vor. Und ja, richtig, mein Navi lotst mich über die gleiche Strasse, wie schon vor ein paar Tagen. Dieses Mal geht es aber weiter nach Princetown.

Auf einer Anhöhe mache ich einen kurzen Spaziergang, da es gerade mal zu regnen aufgehört hat. Die Gegend ist toll.

Dartmoor National Park Dartmoor National Park

In Princetown kaufe ich ein paar Sachen ein, damit ich mich die nächsten Tage selbst versorgen kann.

Dann geht es weiter zum „Bunkroom“. Der Vermieter Martin hat mir schon geschrieben, dass er nicht da ist. Der Bunkroom ist ein einzelner Raum mit Dusche und Etagenbett sowie kleiner Küche. Zunächst scheint es, als bekomme ich die Heizung nicht zum Laufen. Mein kleines Lüfterchen gibt sich aber alle Mühe, auch diesen Raum halbwegs warm zu bekommen. Glücklicherweise habe ich Tee dabei und kann mich damit aufheizen. Ich bekomme es einigermassen warm und habe es recht gemütlich. Da es noch immer regnet, verbringe ich auch diesen Nachmittag mit Reisebericht und Schneiden von Videos. Später merke ich, dass die Heizung selber doch auch angelaufen ist.

Morgen soll das Wetter besser werden und ich kann hoffentlich eine kleine Wanderung unternehmen.

Einen Schreck bekomme ich noch, als auch noch das Türschloss klemmt und ich nicht mehr raus komme. Hier ist leider tatsächlich das meiste aufs einfachste gemacht. Nachdem ich mit dem Messer das Schloss losgeschraubt habe und kräftig rüttele, springt es irgendwann wieder auf. Glück gehabt. Durchs Fenster wäre ich nur mit mühevoller Turnerei gekommen.

Tag 39 – Dienstag, 10.09.2019 – Wandern im Dartmoor National Park

Ich hatte angenehme Temperaturen in der Nacht. Zum Glück lief die Heizung. Das Zimmer mit seinen dicken Steinmaueren wäre sonst sicher nicht allzu warm geworden.

Der Wettergott meint heute tatsächlich gut mit mir und so fahre ich nach dem Frühstück ins Nachbardorf Postbridge, von wo aus einige Wanderwege in den Dartmoor National Park führen.

Dartmoor National Park
Alte Brücke in Postbridge
Dartmoor National Park
„Neue“ Brücke in Postbridge

Ich laufe erst einmal „frei Schnauze“ los, stelle aber fest, dass der Weg wenig attraktiv ins nichts verläuft. Da ich kein Netz habe, beschliesse ich wieder zurück ins Dorf zu laufen und mit die Karten für die App „Topo Karte+“ herunter zu laden. Jetzt hat aber auch das Visitor-Center auf und ich lasse mich beraten.

Der Herr empfiehlt mir einen Weg den Berg hoch zu einem Wasserfall. Es ist ein Rundweg und den nehme ich doch dann gleich mal gerne.

Der Weg hat eine angenehme Steigung. Trotzdem fange ich ordentlich zu schwitzen an. Immerhin hat sich meine Erkältung verzogen.

Der Wasserfall selber ist nicht so sehr fotogen. Dafür gibt es auf dem Weg dorthin tolle Ausblicke. Immer wieder treffe ich neben Schafe und Kühe auch auf Ponys. Diese sind hier nur zum Beweiden ausgesetzt und angeblich wild. Mir gegenüber zeigen sie sich aber ziemlich sanft.

Dartmoor National Park Dartmoor National Park Dartmoor National Park

Dartmoor National Park Dartmoor National Park Dartmoor National Park Dartmoor National Park Dartmoor National Park Dartmoor National Park Dartmoor National Park

Ich bin zwar relativ früh wieder zurück. Mir reicht aber dann doch auch die kurze Wanderung für heute und ich fahre nach einem kurzen Picknick in meine Unterkunft.

Tag 40 – Mittwoch, 11.09.2019 – Zurück nach Dover

Ich fühle mich unausgeschlafen, auch wenn meine Fitbit was anderes sagt. Ich packe mein Zeug zusammen und verlasse mein AirBnb. Es nieselt leicht. Der Wetterbericht hatte also recht. Kurz nach der Abzweigung steht rechts ein Van komisch am Strassenrand. Nein der steht nicht komisch, der ist von der Fahrbahn abgekommen und kommt so sicher nicht mehr weiter. Ich drehe nochmal um. Es sitzt jemand drin. Oh Mist. Ich halte an und laufe zurück. Da hält aber auch schon ein anderes Auto und der Fahrer winkt ab und weiter. Gott sei Dank. Ist nichts schlimmes passiert. Aber ja, es zeigt mir mal wieder, wie aufmerksam man doch sein muss, gerade auf den schmalen Strassen hier.

Als die Musik von meinem Smartphone mal wieder nicht über das Autoradio abgespielt wird, fixe ich das dann lieber auf dem nächsten Parkplatz und lasse während der Fahrt die Finger vom Handy.

Ich habe die Strecke so gewählt, dass sie durch einen mir noch unbekannten Teil des Dartmoor National Park führt. Stur nach Navi hätte ich sonst noch ein drittes Mal die gleiche Strecke fahren müssen.

Es geht zunächst auf eine untergeordneten Strasse weiter, die nur manchmal zweispurig wird. Erst nach einer Weile komme ich auf eine gut ausgebaute Strecke. Der Verkehr ist relativ heftig. Teilweise schüttet es auch richtig, so dass die Fahrerei recht anstrengend ist. Ich komme ausserdem an Stonehenge vorbei, dass ich letztes Jahr aber schon besucht habe (und meiner persönlichen Meinung nach für den hohen Eintrittspreis nicht wirklich viel zu bieten hat).

Als ich endlich bei meinem Campingplatz nahe Dover angekommen bin, hat der schon zu. Wenigstens ist im Restaurant noch jemand. Man gibt mir den Code für die Schranke und ich soll mir einfach einen Rasenplatz suchen. Zahlen kann ich dann morgen. Sehr angenehm und sehr unkompliziert. Das habe ich nicht immer so erlebt.

Ich suche mir weit hinten einen ruhigen Platz und baue das nötigste auf. Eigentlich will ich mir ein Abendessen im Restaurant gönnen. Dort ist die Küche aber schon geschlossen, als ich zurück komme. Schade. Immerhin bekomme ich noch eine Dose Bohnen. Mit anderen Sachen aus meinem Vorrat gibt das ein ziemlich leckeres Abendessen.

Es ist ausgesprochen mild heute Abend. Es fällt mir auf, wieviel früher es jetzt dunkel wird im Vergleich zum Anfang meiner England-Zeit. Trotzdem kann ich noch recht lange draussen sitzen, ohne zu frieren. Dürfte ein schöner Abschluss hier werden.

Tag 41 – Donnerstag, 12.09.2019 – Wanderung nach Dover, Besichtigung des Dover Castle

Dieses mal fühle ich mich ausgeschlafen, auch wenn die Fitness-Uhr was anderes behauptet. Man merkt, man sollte sich nicht immer auf die Technik verlassen. Das Wetter ist bombig und ich kann in der Sonne frühstücken. Den Platz habe ich bereits bezahlt. Ist mit 23 Pfund nicht billig, jedoch hat man hier auch den entsprechenden Komfort. Es ist ausserdem mal wieder so ein Grundpreis, der für zwei Personen genau so viel gekostet hätte. Irgendwie fühle ich mich als Alleinreisender schon etwas diskriminiert. Aber ich habe es gut hier, stehe fast alleine und bekomme höchstens von ein paar vorbeihoppelnden Feldhasen Besuch.

Nach dem Frühstück mache ich mich auf Richtung Dover. Eigentlich wollte ich den Bus nehmen. Allerdings fährt der so selten, dass ich beschliesse, zu laufen. Erst einmal zu St. Margreths at Cliff, in der Hoffnung, dass dort öfters der Bus fährt. Der Weg dorthin ist nervig, da man auf der Strasse laufen muss und relativ viel Verkehr herrscht.

In St. Margrets at Cliff fahren die Busse zwar etwas häufiger. Dort fährt mir aber einer vor der Nase weg. Da der nächste erst in einer Stunde kommt, laufe ich auf den Klippen nach Dover zu laufen. Das ist ein sehr schöner Weg, der sich allerdings zieht.

Das Wetter wird auf einmal schlechter und der typische Küstenwind lässt es wieder kalt werden. Doch ich bin ausgerüstet und ziehe eine Schicht zusätzlich über.

Von oben kann man hier dem Treiben auf dem Fährhafen zusehen.

Als ich schliesslich kurz vor Dover bin, beschliesse ich, auch noch das Castle zu besichtigen. Der Weg dorthin zieht sich auch noch einmal und führt durch einen Wald, der leider total als Müllkippe missbraucht wird. Ein bisher einzigartiger Anblick in England.

Das Dover Castle ist mit knapp über 20 Pfund Eintritt kein billiger Spass, allerdings gibt es dort einiges zu sehen. Es wird vom English Heritage verwaltet, einem Wohltätigkeitsverband. Wer viele von ihnen verwaltete Dinge ansehen will, der kann sich überlegen, ob eine Mitgliedschaft lohnt. Sie kostet pro Jahr 60 Pfund und berechtigt zum Beispiel auch für einen freien Eintritt in das ebenfalls nicht gerade billige Stonehenge.

Die Anlage ist extrem gross und wurde nicht nur seit dem frühen Mittelalter, sondern auch bis zum zweiten Weltkrieg aktiv genutzt und immer wieder umgebaut.

Ich schaue mir dort neben der Anlage auch noch einen Multimediavortrag über die Operation Dynamo, bei der eingeschlossene Alliierte aus Dünnkirchen evakuiert wurden.

Den ganzen Weg will ich auf keinen Fall mehr heimlaufen. Ich nehme daher den Bus, der mich nur nach St. Margreths bringt. So komme ich heute doch noch auf unerwartet viele Kilometer zu Fuss.

Zum Abschluss gönne ich mir dann noch einmal ein Essen beim Restaurant auf dem Campingplatz.

Tag 42 – Freitag, 13.09.2019 – Fähre von Dover nach Calais und Heimreise nach Basel

Hm, was macht man an einem solchen Tag? Die Fähre geht erst um 16:20. Spätestens um 12:00 Uhr muss ich den Campingplatz verlasen. Nach gemütlichem Packen des Autos fange ich noch mit Videoschneiden an. Irgendwann wird es mir aber etwas zu blöd und ich fahre los. Schliesslich habe ich bei der Hinfahrt auch eine frühere Fähre nehmen können.

Jetzt will die Dame am Schalter für die nächste Fähre aber zunächst 60 Pfund. Ansonsten müsste ich später wieder kommen. Ich erkläre ihr, dass mir das etwas zu teuer ist und frage, wie es mit einer eins später wäre? Sie telefoniert und meint, ich könne auf die Fähre jetzt gleich für 20 Pfund. Das finde ich akzeptabel, denn ich bin immerhin noch 4 Stunden zu früh.

Das Boarding klappt wie beim letzten Mal zügig und schon bin ich samt Auto verstaut.

Auf der Fähre von England
Auf der Fähre von England
Küste Dover
Abschied von Grossbritannieren – Küste Dover
Küste Calais
Ausblick auf den Hafen von Calais 

Ich fahre gleich los, sobald ich von Bord bin. Schnell bin ich in Belgien. Ich kenne Belgien nicht und denke mir zwischendrin, dass Belgien wohl nicht allzu viel ausser flacher Landschaft und langweiligen Raststätten zu bieten hat.

Raststätte Belgien

Immerhin gibt es auch einen beeindruckenden Himmel.

Himmel in Belgien

Ich lauere noch auf günstiges Benzin in Luxemburg. Als ich ein Schild „Luxemburg“ sehe, fahre ich von der Autobahn. Es ist aber nicht das Land Luxemburg, sondern die belgische Provinz Luxemburg.

Immerhin sehe ich jetzt auch etwas mehr, als nur die Autobahn. Ich komme durch tolle Waldgebiete. Als ich meinen Irrtum bemerke, fahre ich aber wieder auf die Autobahn, um besser voran zu kommen. Es wird schon dunkel. Aufgrund des weniger werdenden Verkehrs ist es aber auch angenehmer zu fahren. Ich überlege daher durchzufahren. Kurz vor Luxemburg tanke ich noch einmal (günstig) voll und gönne mir eine längere Pause mit einer Pizza und dann geht es weiter.

Ich komme gut voran, auch wenn mich mein Navi hauptsächlich über Nationalstrassen mit 110 km/h Tempobegrenzung schickt. Natürlich werde ich auch immer mal wieder müde. Ich mache jedoch genügend kleinere Pausen und das klappt recht gut. Vor Colmar muss ich dann noch über die Ausläufer der Vogesen. Das erfordert zwar mehr Aufmerksamkeit, macht mich aber auch wieder wacher.

Kurz vor zwei Uhr morgens komme ich dann wohlbehalten zu Hause an.

Reiseroute von England heim am 13.09.2019

Fazit England-Reise

Ich bin 4695 Kilometer gefahren. Das erscheint mir im Nachhinein doch recht viel, zumal ich gefühlt selten weite Strecken gemacht habe. Bezogen auf sechs Wochen geht es aber auch wieder.

Ausserdem bin ich 273680 Schritte gegangen, was so ungefähr 220 km entspricht. Ich bin also nicht nur faul herumgehangen.

Die Reise war ein tolles Erlebnis. Ich habe viele nette Leute getroffen, wenngleich viele Bekanntschaften auch sehr oberflächlich blieben. Da hätte ich mir durchaus öfters auch intensivere Gespräche gewünscht.

Die Möglichkeit der Workation, also das remote arbeiten von unterwegs, ist eine tolle Sache bei meinem Arbeitgeber. Wenn man allerdings nichts ausser arbeiten unternimmt, bleibt es auch wie Arbeiten. Das habe ich bei schlechtem Wetter bemerkt.

Mein Camperausbau hat zwar funktioniert, ist aber zu sehr auf Schönwetter ausgelegt. Hier bedarf es noch Anpassungen. Die Ideen sind bereits da.

Grossbritannien hat mehr zu bieten, als nur Schottland. Ich habe jetzt glaube ich alle Ecken (ausser Irland) bereist und kann sagen, dass es auch in England viele tolle Landschaften hat.

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