Lohnt sich der Kauf der Sony Alpha 6000 im Jahr 2021 noch?

Mit der im Frühjahr 2014 erschienenen Sony Alpha 6000 hat der Hersteller Sony den Kameramarkt fast so etwas wie revolutioniert. Haben bis dahin praktisch alle ambitionierten Hobby- und Profi-Fotografen noch mit einer Spiegelreflexkamera fotografiert, konnte die kleine und leichte Kompaktkamera schnell eine grosse Fangemeinde gewinnen.

Inzwischen ist die Sony Alpha Familie deutlich grösser geworden. Es gibt die Nachfolger Sony Alpha 6100, 6300, 6400, 6500 und 6600. Zudem sind von Sony nun auch einige sehr kompakte Vollformatkameras auf dem Markt. Doch – Sony-typisch – sind die alten Modelle immer noch erhältlich. Aber lohnt sich die Sony Alpha 6000 im Jahr 2021 noch? Das schauen wir uns in diesem Artikel genauer an. 

Mein Weg zur Sony Alpha 6000

Die Sony Alpha 6000 habe ich mir im Herbst 2015 gekauft. Zuvor war ich mit einer Spiegelreflex von Nikon unterwegs. Die Sony hatte mich schnell wegen ihrer Grösse begeistert. Ich bin gerne mit leichtem Gepäck unterwegs und fotografiere hauptsächlich auf meinen Touren.

Die Auswahl an Objektiven hat seit 2014 extrem zugenommen. Eine Übersicht findest du hier: Sony Alpha 6000 Objektive.

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Mit der Sony Alpha 6000 auf Tour

Gehäuse

Die Sony Alpha 6000 ist kompakt und robust.

Das Gehäuse ist kompakt und die Kamera wirkt robust. Ich habe die Variante in Weiss, da sie seinerzeit 50 Euro günstiger, wie die Variante in schwarz, war. Die Farbauswahl habe ich nicht bereut.

Sony Alpha 6000
(Je nach Objektiv) kompakt und leicht: Sony Alpha 6000

Die Kamera wirkt nicht nur robust, sondern ist es auch. Sie ist mir auch schon – zum Glück aus kleiner Höhe – heruntergefallen. Das Display hat zwar ein paar Kratzer abbekommen, aber ansonsten funktioniert trotzdem noch alles perfekt.

Display und Sucher

Neben dem 3 Zoll grossen Display ist ein Sucher vorhanden, was bei einer professionellen Kamera ein Muss ist. Gerade bei grosser Helligkeit lässt sich bei einer Kamera nur mit Display kein Bild vernünftig beurteilen.

Ärgernis beim Sucher ist die Augenmuschel, die nicht dazu zu bewegen ist, wirklich fest am Sucher zu sitzen. So habe ich sie auch schon häufig verloren und aufgrund der Grösse auch nicht wieder gefunden.

Haptik / Menü

Bedienung ist Geschmacksache. Ich komme gut mit der Alpha 6000 klar. Einige finden die Haptik  aufgrund der Grösse schlecht.

Auch der Aufbau des Sony-Menüs wird oft kritisiert. Ich komme gut damit klar, aber manche Menüpunkte befinden sich wirklich in Menüs, wo man sie erst einmal nicht erwartet.

Fotografieren mit Sony Alpha 6000
Fotografieren mit Sony Alpha 6000

Technische Daten

Sensor

  • APSC-Sensor mit 24.3 Megapixel.

Hier sind auch grössere Ausdrucke noch problemlos möglich. Für Socialmedia reicht es „dicke“.

Serienbildmodus

Bis zu 11 Bilder/s.

Damit kann man immer noch einiges machen.

Film / Video

  • Full HD Auflösung mit maximaler Bildrate von 50 Bildern pro Sekunde.
  • Kein Mikrofoneingang (Die Alpha 6000 eignet sich daher nicht so gut für Vlogging).

Ich selbst filme wenig. Einige Benutzer berichten von Überhitzung beim Filmen. Das Problem tritt beim Aufnahmeformat XAVC S 50p wohl häufiger als beim Aufnahmeformat mp4.

Autofokus

  • Autofokus mit 179 Autofokus-Punkte.
  • Autofokus-Funktionen: Einzel-Autofokus, kontinuierlicher Autofokus, Manuell, AFL-Funktion, AF-Hilfslicht, Fokus-Peaking, Fokuslupe (12-fach).

Etwas versteckt gibt es auch einen Augen-Autofokus (Menu > Zahnrad > Reiter 6 > Key-Benutzereinstellung > Funkt. d. AEL-Taste > Augen-AF).

Der Autofokus funktioniert gut und schnell, jedoch haben hier die neueren Modelle einiges dazugelernt.

Display

  • 3″
  • 921.600 Bildpunkten
  • Kein Touchscreen
  • Kippbar
  • Nicht stabilisiert.

Neuere Modelle ab der 6500 sind stabilisiert.

Es gibt Objektive, bei denen das Objektiv stabilisiert ist. Diese sind in der Regel mit OSS (Optical Steady Shot) gekennzeichnet.

Sucher

  • 0.39″
  • 1.440.000 Bildpunkte
  • Augenmuschel geht ständig verloren.

ISO

  • 100-51200

Verwenden lassen sich maximal nur ISO-Werte bis 3200. Danach rauscht es aber schon deutlich sichtbar.

Sonderfunktionen

Sonderfunktionen wie Zeitraffer und Doppelbelichtung können nur über kostenpflichtige Apps „nachgerüstet“ werden.

Verfügbare Objektive

Als die Kamera 2014 erschien gab es nur eine Handvoll Objektive. Inzwischen hat man eine grosse Auswahl. Eine Übersicht darüber in diesem Artikel: Sony Alpha 6000 Objektive.

Auch die Objektive der A7 Vollformat Kameras funktionieren.

Akku

Häufig wird über den Akku geschimpft. Das Problem scheint beim Filmen schlimmer zu sein. Die Originalakkus sind recht teuer. Ich nutze daher solche von Drittherstellern. Diese mögen nicht die gleiche Kapazität haben, jedoch habe ich damit keine schlechte Erfahrungen machen können.

Wenn man die Kamera kauft, kann man die Akkus nur in der Kamera laden. Externe Ladegeräte sind aber sowohl von Sony, als auch von Drittherstellern erhältlich.

Bildqualität

Verständlicherweise hängt die Bildqualität nicht nur von der Kamera, sondern auch vor allem vom verwendeten Objektiv ab.

Schauen wir ein paar Bilder an.

 

Fazit Sony Alpha 6000 im Jahr 2021

Vorteile Sony Alpha 6000
+ APS-Sensor mit hoher Auflösung.

+ Bildqualität
+ Grösse und Gewicht.
+ Autofokus auch für heutige Verhältnisse immer noch sehr gut.
+ Viele Objektive für verschiedenste Einsatzzwecke verfügbar
+ Preis

Nachteile Sony Alpha 6000
– Haptik

– Menüaufbau
– Sucher und Display mit relativ geringerer Auflösung
– Augenmuschel beim Sucher geht ständig verloren
– Kein 4K
– Beim Filmen können Überhitzungsprobleme auftreten

Für Einsteiger mit professionelleren Ambitionen ist die Kamera nach wie vor empfehlenswert.

Die Möglichkeit, Objektive auch für die neueren Kameras der Sony Alpha 6000 Serie und sogar der Vollformatkameras weiter verwenden können, machen die 6000 speziell für den Einsteiger interessant.

Ich selbst würde mir die Kamera je nach Budget immer noch kaufen. Persönlich würde ich mir bei schlechten Lichtverhältnissen noch etwas mehr Empfindlichkeit wünschen. Bei einem APSC-Sensor ist aber hier kaum mehr möglich. Mit mehr Budget würde ich mir aber daher eine der kompakten Vollformatkameras von Sony kaufen, wie zum Beispiel die Sony Alpha 7.

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